Informationen

Informationen über Kornnattern

Klasse: Kriechtiere (Reptilia)

Unterklasse: Schuppenkriechtiere (Lepidosauria)

 

Ordnung: Eigentliche Schuppenkriechtiere (Squamata)

Unterordnung: Schlangen (Serpentes)

Zwischenordnung: Nattern-und Vipernartige (Xenophidia)

 

Familie: Nattern (Colubridae)

Unterfamilie: Land-und Baumnattern (Colubrinae)

 

Gattung: Nordamerikanische Kletternattern (Pantherophis)

Arten: Prärie-Kornnatter (P. emoryi), Gewöhniche Kornnatter (P. guttatus), Slowinskis Kornnatter (P. slowinskii)

 

Verbreitung: Die Kornnatter kommt aus Nordamerika.

 

Größe und Alter: Die Kornnatter wächst wie alle Schlangen ihr Leben lang. Sie erreicht durchschnittlich eine Länge von 100cm-140cm. Exemplare von über 150cm sind eine Außnahme. Die größte Kornnatter wurde 189cm lang. Kornnattern sind bei ihrem Schlupf etwa 20cm-30cm lang. Bei guter Fütterung erreichen nach einem Jahr ungefähr 100cm-120cm. Eine gesunde Kornnatter wird ungefähr 15 Jahre - 20 Jahre alt. Die älteste Kornnatter wurde sogar über 32 Jahre alt.

 

Die Häutung: Die Kornnatter häutet sich auch wie jedes andere Reptil auch. Das ist sehr faszinierend, denn bei Kornnattern wächst die Haut nicht mit, wie bei Menschen. Darum häutet sich die Kornnatter, wenn sie wächst. Als kleine Kornnatter häutet sie sich ungefähr alle zwei Wochen. Mit zunehmendem Alter häutet sie sich immer seltener. Eine ausgewachsene Kornnatter häutet sich ungefähr nur alle vier Wochen. Der eigentliche Häutungsprozess dauert nur einige Minuten, Dabei reibt sie ihren Körper an rauen Gegenständen, bis die alte Haut aufreisst. Dann kann sie mühelos aus ihrer alten Haut hinaus gleiten. Ganz wichtig ist es die Kornnatter während der Häutung nicht zu füttern. Die meisten Kornnattern verweigern dann sowieso die Futteraufnahme. Man erkennt, ob die Kornnatter in der Häutung ist, daran, dass die Kornnatter ganz blaß wird und sehr schreckhaft. Außerdem bekommt sie auch ganz milchige Augen.

 

S-Stellung: Wenn die Kornnatter sich bedroht fühlt geht sie in die S-Stellung. Dabei stellt sie sich auf, dass sieht aus wie ein S, darum auch der Name. Wenn man sie nun weiter bedroht versucht sie abzuhauen; wenn sie das nicht kann beißt sie zu; das passiert aber eher selten, denn die Kornnatter ist ein ruhiger Geselle.

 

Einzelhaltung oder Vergesellschaftung?: Die Kornnatter kann man problemlos mit andern "Kornys" zusammentun. Dabei braucht man keine Bedenken zu haben. Wichtig ist es die Geschlechter zu trennen, sonst hat das Konsequenzen.

 

Terrarium: Für drei Kornnattern von 120cm reicht ein Terrarium mit den Längen 120x60x120cm; danach heißt es 20% pro weitere Schlange. Das Terrarium sollte nicht in der Hitze stehen, sonst können sie an einem Hitzeschlag sterben. Die Beleuchtungszeit sollte im Sommer 14-16 Stunden betragen. Im Herbst und im Frühjahr sollte sie 10 Stunden betragen. Im Winter hängt es davon ab, ob die Tiere eine Winterruhe halten oder nicht. Da sollte die Beleuchtungsdauer etwa 6-8 Stunden betragen. Oder man schaltet das Licht komplett aus.Tagsüber sollten die Temperaturen zwischen 24°C und 28°C liegen. Unter einem Strahler - also einem Sonnenplatz - sollten die Temperaturen zwischen 32°C und 35°C liegen. Nachts sollten die Temperaturen auf etwa 22°C und 20°C sinken. Die Beheizung sollte mit Lampen erfolgen und nicht mit Heizkabeln oder Heizmatten. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 50-60% tagsüber sowie 60-70% nachts liegen. Das erreicht man mit einer Wasserflasche, mit der man einmal am Tag das Terrarium besprüht, aber nicht die Kornnatter. Eine Kornnatter braucht eine Höhle, Kletteräste, Bodengrund - indem sie graben kann -, raue Gegenstände zur Häutung und eine Wasserschale, in die sie komplett hinein passt. Man kan auch eine Rückwand einbauen, wie ich es gemacht habe, an der die Kornnatter klettern kann. Wenn die Kornnatter sich häutet oder kotet, dieses umgehend entfernen wegen den Keimen. Man muss das Terrarium ausbruchsicher machen, denn Kornnattern sind echte Ausbruchskünstler; zum Beispiel kann man ein Schloss einbauen, damit die Kornnatter die Scheibe nicht aufbekommt.

 

Ernährung: Die Kornnatter sollt man alle ein-zwei Wochen füttern. Sie fressen Mäuse, Ratten und Küken. Man kann Kornnattern problemlos an tote Futtertiere gewöhnen. Außerdem sollte man die Kornnatter zur Fütterung aus dem Terrarium entnehmen, damit sie kein Bodensubstrat frisst oder von einer anderen auf die Maus los geht. Das hat nähmlich schwere Folgen, an der beide Kornnatter sterben (ersticken) können und das will ja keiner.

 

Geschlechtsbestimmung:

  • Männchen: Schwanz ist etwas länger; Schwanz ist aufgrund der Hemipenes am Schwanzansatz dicker
  • Weibchen:Schwanz ist etwas kürzer, Schwanz verjüngt sich abrupter

 

Geschlechtsreife und Winterruhe: Die Kornnatter ist nach ungefähr zwei Jahren geschlechtsreif. Trotzdem sollte man Weibchen erst ab 400g verpaaren, weil sie die Hälfte ihres Gewichtes verlieren und sie sonst sterben. Kornnattern paaren sich nach der Winterruhe, die von November bis Februar dauert. Außerdem paaren sie sich dann noch mal im Herbst. Die Winterruhe führt man bei Temperaturen von 14°C-15°C durch.

 

Trächtigkeit und Eiablage: Das Weibchen sollte, wenn es trächtig ist, so wenig Stress wie möglich ausgesetzt sein. Darum sollte man das Männchen aus dem Terrarium entnehmen. Zum Eier ablegen benötigt sie eine Box mit Vermiculit, welches sehr gut für die Eiablage ist. Vermiculit speichert die Wasser-Menge gut, man sollte das Vermiculit feucht aber nicht nass machen. Die Eiablagezeit ist nach der Winterruhe zwischen März und Juni. Die Trächtigkeitsdauer beträgt 29-70 Tagen. Dann legt sie zwischen 8-20 Eier ab.

 

Ausbrütung: Die Temperaturen sollten zur Ausbrütung zwischen 26°C und 30°C liegen. 28°C sind am günstigsten. Man erreicht diese Temperaturen in einem Inkubator, der extra zum Eier ausbrüten da ist. Man darf aber niemals die Eier drehen, sonsts stirbt der Embryo ab. Wachseier und Schimmeleier sollten sofort entfernt werden, sonst können auch die anderen Eier daran leiden und sterben. Die Schlangen schlüpfen nach ungefähr 50-80 Tagen, kann aber auch länger dauern. Einige Tage vor dem Schlupf fallen die Eier in sich zusammen.

 

Verhalten: Sie ist Dämmerungs und Nachtaktiv. Tagsüber versteckt sie sich meistens.